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Ruhe-Atemfrequenz beim Hund zählen

Vom Felova-Team · Zuletzt aktualisiert:

Dieser Ratgeber ist allgemeine Information und ersetzt nicht die Beratung durch deinen Tierarzt. Für deinen Hund ist dein Tierarzt immer die richtige Adresse.

Dein Tierarzt hat dir gesagt, du sollst zu Hause die Atmung deines Hundes im Blick behalten, und jetzt sitzt du da und bist nicht sicher, wie das genau geht. Kurz gesagt: Du wartest, bis dein Hund ruhig liegt oder schläft, zählst 30 Sekunden lang, wie oft sich sein Brustkorb hebt und senkt, und verdoppelst die Zahl. Die meisten gesunden Hunde liegen in Ruhe unter 30 Atemzügen pro Minute.

Diese eine Zahl ist eines der verlässlichsten Frühwarnzeichen, das du zu Hause hast, vor allem bei einem Herzproblem. Unten gehst du Schritt für Schritt durch, wie du richtig zählst, was normal ist, ab wann es ein Notfall wird, und du bekommst eine Vorlage zum Ausdrucken. Das Ganze funktioniert bei Hund und Katze gleich, geschrieben ist es hier für den Hund.

Warum dein Tierarzt dich bittet, die Atemfrequenz zu zählen

Wenn das Herz nicht mehr richtig pumpt, staut sich Flüssigkeit in der Lunge, oft langsam und lange bevor du deinem Hund etwas ansiehst. Das Erste, was sich dabei ändert, ist die Atmung: Sie wird schneller, auch wenn dein Hund gerade nichts tut. Genau deshalb ist die Ruhe-Atemfrequenz so wertvoll. Sie zeigt eine Verschlechterung oft Tage früher, als du es sonst bemerken würdest.

Dein Tierarzt sieht deinen Hund ein paar Minuten im Behandlungszimmer, wo er aufgeregt ist und sowieso schneller atmet. Die ruhigen Stunden zu Hause sieht er nie. Deine tägliche Zahl ist das Fenster in diese Stunden, und aus ihr liest er ab:

Aus dem Gedächtnis geht das nicht. „Er atmet in letzter Zeit irgendwie schneller“ hilft niemandem. Aufgeschrieben wird aus einem Gefühl eine Zahl, mit der ihr beide arbeiten könnt.

Wann die Atemfrequenz ein Notfall ist

Das Wichtigste zuerst. Ruf sofort deinen Tierarzt oder eine Tierklinik an, wenn du eines dieser Zeichen siehst:

Schwere Atemnot ist ein Notfall, bei dem jede Minute zählt, und Warten macht es gefährlicher. Bring deinen Hund so ruhig wie möglich zum Tierarzt, denn Aufregung verbraucht Luft, die er gerade nicht übrig hat. Ruhig bleiben heißt nie, eine Gefahr kleinzureden.

Wie du die Ruhe-Atemfrequenz richtig zählst

Es ist einfacher, als es klingt, und du brauchst nur eine Uhr mit Sekundenanzeige oder dein Handy.

Schreib die Zahl direkt auf, zusammen mit dem Datum. Aus dem Kopf vergisst du sie bis zum Abend, und der Wert von heute ist erst dann wirklich nützlich, wenn du ihn mit den Werten der letzten Tage vergleichen kannst.

Was eine normale Atemfrequenz ist

In Ruhe oder im Schlaf atmen die meisten gesunden Hunde unter 30 Mal pro Minute, viele eher 15 bis 25. Katzen liegen im selben Bereich. Wichtiger als die genaue Zahl ist, was für deinen Hund normal ist. Miss ihn ein paar Tage, wenn es ihm gut geht, und du hast seinen persönlichen Ausgangswert.

Ab da zählt vor allem die Richtung. Ein Hund, der sonst bei 20 liegt und über mehrere Tage auf 28, 32, 36 klettert, sagt dir etwas, auch wenn keine einzelne Zahl dramatisch aussieht. Genau diesen Trend will dein Tierarzt sehen, und genau den kann nur jemand liefern, der zu Hause mitzählt. Frag deinen Tierarzt ruhig, welche Zahl er bei deinem Hund als Grenze sehen möchte, denn bei einem Herzpatienten kann sie sich von der Faustregel unterscheiden.

Wann und wie oft du misst

Am Anfang hilft einmal am Tag, immer ungefähr zur gleichen Zeit und immer in Ruhe. Viele zählen abends, wenn der Hund im Körbchen schläft und das Haus ruhig ist. Nach ein, zwei Wochen hast du ein sicheres Gefühl für den normalen Wert, und dann reicht oft ein paar Mal pro Woche, solange alles stabil bleibt.

Dichter dran messen solltest du, wenn sich etwas ändert: nach einer neuen Herzmedikation, nach einer Dosisänderung oder wenn dir die Zahl höher vorkommt als sonst. Genau dann ist der tägliche Wert am aussagekräftigsten. Halte auch die guten Tage fest, an denen alles im grünen Bereich liegt. Eine Reihe ruhiger Werte ist keine verlorene Mühe, sondern die Antwort auf die Frage, wie gut die Behandlung gerade wirkt.

Papier, Tabelle oder App?

Die ehrliche Antwort: Die beste Methode ist die, bei der du wirklich dranbleibst. Alle drei funktionieren, sie haben nur unterschiedliche Stärken.

Genau dafür bauen wir Felova, eine App, die dich an die Messung und die Medikamente erinnert und deine Werte für den Tierarzt zusammenhält. Sie ist noch nicht draußen. Du kannst dich auf die Warteliste setzen, und bis dahin leistet ein Notizbuch am Kühlschrank dieselbe ehrliche Arbeit. Wichtig ist nur, dass du dranbleibst, egal auf welchem Weg.

Häufige Fragen

Zählt ein Atemzug das Einatmen oder das Ausatmen?

Beides zusammen. Ein Atemzug ist einmal Einatmen und einmal Ausatmen, also ein vollständiges Heben und Senken des Brustkorbs. Zähl nicht das Ein- und Ausatmen getrennt, sonst kommst du auf den doppelten Wert.

Mein Hund hechelt die ganze Zeit, wie zähle ich da?

Beim Hecheln kannst du nicht sinnvoll zählen, der Wert ist dann viel zu hoch. Warte, bis dein Hund abgekühlt und ganz ruhig ist oder schläft. Wenn dein Hund allerdings in Ruhe hechelt oder angestrengt atmet, ohne dass ihm warm ist, ist das selbst ein Warnzeichen und einen Anruf beim Tierarzt wert.

Reicht ein einfaches Notizbuch?

Ja. Entscheidend ist nicht das Werkzeug, sondern dass jeder Wert mit Datum und Uhrzeit drinsteht, damit der Verlauf sichtbar wird. Ein Notizbuch, das du wirklich führst, schlägt jede App, die du nicht öffnest.

Felova entsteht genau für diese Art von Dokumentation, ein ruhiger Ort, um Werte wie die Atemfrequenz und die Medikamente festzuhalten, damit der Verlauf da ist, wenn dein Tierarzt ihn braucht. Die App ist noch nicht draußen.

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